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  2. Ein Schalter als Maßstab: Das neue JUNG Vertriebszentrum Süd

Spatenstich am Flugfeld Böblingen/Sindelfingen

Am 9. Oktober 2026 fiel am Flugfeld Böblingen/Sindelfingen der Startschuss für das neue Vertriebszentrum Süd von JUNG. Für den Schalterhersteller aus Schalksmühle entsteht dort eine repräsentative Dependance für Bayern und Baden-Württemberg. Mit einem Showroom wird sie zur zentralen Anlaufstelle für Architekturschaffende, Planende und das Elektrohandwerk. Wir von SCHMELZLE+PARTNER haben das Gebäude entworfen und begleiten es von der ersten Idee bis zum fertigen Haus.

Zeitloses Design und Qualität im Detail prägen die Produkte von JUNG. Dieser Anspruch bestimmt auch den Neubau an der Flugfeld-Allee 26. Am Anfang des Entwurfs stand der Schalterklassiker LS 990, der Kern der Marke. Seine klare Geometrie haben wir in Architektur übersetzt und die Designsprache des Hauptsitzes in Schalksmühle für den neuen Standort weiterentwickelt. Als Bezugspunkt dient das Quadrat. In Anlehnung an die klassische Schalterform kehrt es als Motiv im Grundriss wieder und gibt dem Gebäude eine klare räumliche Ordnung. „Vier gleiche Seiten, vier stille Ecken: Es verspricht Ordnung und Orientierung“, sagt Sascha Matt, Partner bei SCHMELZLE+PARTNER.

Der Zeitpunkt passt: Der Spatenstich fällt mit dem 60. Jubiläum der LS Serie zusammen. „Dass ein Schalter zur gestalterischen Referenz für ein ganzes Gebäude wird, zeigt die Kraft dieses Produkts“, sagt Deniz Turgut, Marketingleiter von JUNG.

Die Geschosse bilden einen ruhigen, horizontal gegliederten Baukörper. Dunkle Aluminiumpaneele fassen die Ebenen in markanten Bändern, hinter denen die Glasfassade zurücktritt. Geschlossene Flächen und transparente Bereiche geben dem Haus seine prägnante Gestalt und öffnen es zugleich nach außen. „So begegnen sich Geschlossenheit und Transparenz“, sagt Michael Frey, Partner bei SCHMELZLE+PARTNER. Im Erdgeschoss verankert ein massiver Sockel das Haus im Stadtraum, während großflächige Verglasungen Einblick geben und einladen. Eine großzügige Dachterrasse im ersten Obergeschoss ergänzt das Raumangebot.

Das Erdgeschoss ist öffentlich zugänglich und folgt dem Multi-Use-Gedanken, einem Planungsansatz, der zu unseren Schwerpunkten zählt. „Der Raum ist wandelbar, hoch flexibel und offen für Begegnung, Austausch und Produkterlebnis“, ergänzt Michael Frey. Hier liegen der Showroom und das geplante Betriebsrestaurant „1912“. Im Showroom erleben Bauherrschaften, Architekturschaffende, Planende und das Elektrohandwerk die Möglichkeiten intelligenter Gebäudetechnik im Zusammenspiel. Das Restaurant soll Mitarbeitenden, Kunden und Partnern ebenso wie der Nachbarschaft offenstehen und das gastronomische Angebot des Stadtteils erweitern.

Der Neubau führt die bislang im Stuttgarter Fasanenhof angesiedelten Funktionen an einem Ort zusammen. Neben Vertrieb, Verwaltung und Lager entstehen Räume für die JUNG Akademie sowie ein Technisches Service-Center für Beratung und After-Sales-Service. Das Flugfeld, eine ehemalige Konversionsfläche zwischen Böblingen und Sindelfingen, wird dabei Teil eines gemischten Stadtteils. Die gute Anbindung und die Vielfalt der Nutzungen bieten die richtigen Voraussetzungen für ein Kundenzentrum, das fachlichen Austausch mit einem öffentlich zugänglichen Angebot verbindet.

Mit dem Spatenstich beginnt die Realisierung. Wir freuen uns darauf, dem Designanspruch von JUNG gemeinsam mit dem Bauherrn eine architektonische Form zu gebe

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